Journalistisches Schreiben lernen mit der FAZ

Ein Beitrag von Carina G., 11O3

Ich bin im FAZ-Profil und dort schreiben wir im Laufe des Schuljahres im Optimalfall zwei Artikel für die FAZ. Dafür suchen wir uns ein Unternehmen heraus, das durch eine Besonderheit hervorsticht und möglichst noch nicht in der FAZ erwähnt wurde. Nach ausgiebiger Recherche und darauffolgendem Interview schreiben wir unseren Artikel und schicken ihn an einen FAZ-Vertreter des Projekts „Jugend und Wirtschaft“. Mit ihm durchlaufen wir dann einen mehrstufigen Überarbeitungsprozess. Dabei bekommen wir Feedback zu unserem Text, sowohl inhaltlich als auch sprachlich und überarbeiten ihn Schritt für Schritt.

In meinem Fall habe ich mich für die Firma Airpaq GmbH aus Köln, die Rucksäcke und Taschen aus alten Airbags und Sicherheitsgurten herstellt, entschieden. Die Materialien stammen oft vom Schrottplatz und werden, anstatt weggeworfen zu werden, wiederverwendet. In meinem Artikel beschreibe ich, wie das Unternehmen entstanden ist, wie die Produkte hergestellt werden und warum das Ganze nachhaltig ist. Außerdem geht es darum, welche neuen Ideen das Unternehmen entwickelt und wie sie künftig weiterwachsen wollen. Dabei wird auch deutlich, was Airpaq mit seinem Konzept ausdrücken möchte, nämlich bewusster mit Ressourcen umzugehen und Nachhaltigkeit stärker in den Alltag zu integrieren.

Was ich außerdem gelernt habe, ist, dass es gar nicht so einfach ist, überhaupt erst Kontakt zu einem Unternehmen aufzunehmen und die Erlaubnis für einen Artikel zu erhalten. Bei mir war es zum Beispiel so, dass ich zweimal eine E-Mail an die Presse von Airpaq geschrieben habe und keine Antwort bekommen habe. Deshalb habe ich weiter recherchiert und schließlich über LinkedIn eine Telefonnummer des Co-Geschäftsführers gefunden. Ich habe ihn dann angerufen und erst dadurch kam der Kontakt zustande und das Projekt konnte starten. Das zeigt, dass es manchmal mehr braucht als nur eine E-Mail und auch etwas Mut einfach anzurufen.

Besonders spannend fand ich es, einmal selbst zu erleben, wie ein Artikel entsteht und wie viele Überarbeitungsschritte sowie tiefgründige Recherche dahinterstecken. Es war interessant zu sehen, wie sich mein Text durch Feedback immer weiter verbessert hat. Insgesamt war der Prozess sehr lehrreich und eine schöne, wenn auch etwas andere Erfahrung.

Mein veröffentlichter Artikel in der FAZ „Jugend und Wirtschaft“ ist unter folgendem Link zu lesen:
https://www.fazschule.net/s/projectcontribution/a0qTq00000hdNjxIAE/die-verkaufen-nur-schrott

 

Logo: Jugend und Wirtschaft / © Frankfurter Allgemeine Zeitung

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