Profil: Sport, Gesundheit, Fitness

Profilgebende Fächer:

  • Sport (5-stündig)
  • Biologie (5-stündig)
  • (inkl. in beide Fächer integriertem 2stündigen Seminar)

Profilbegleitendes Fach:

  • Geographie (2 stündig)

Grundidee des Profils

Elfmeter, Matchball, Rollwende … sagt dir was?!

Homöostase, Impulserhaltung, AAS … was soll das denn sein und was hat das mit Sport zu tun?!

Wenn es dir beim Sporttreiben immer schon nicht nur um Fußball spielen ging, sondern auch um andere Sportarten, wenn du dich darüber hinaus nicht nur für bereits Bekanntes interessierst, sondern auch dafür, die vielfältigen Aspekte des Sports zu verstehen, dann ist dieses Profil für dich interessant.

Du hast Interesse an der menschlichen Physiologie, der Anatomie, dem Stoffwechsel? Du willst verschiedene Ökosysteme inklusive Städten, Gebirgen und Gewässern auch ganz praktisch untersuchen? Dann bist du in diesem Profil richtig aufgehoben.

Es geht darum, über vier Semester Erfahrungen im sportpraktischen Bereich zu sammeln und darüber hinaus zu lernen, welche biologischen und geographischen Zusammenhänge und Gegebenheiten von grundlegender Bedeutung für sportliches Handeln sind. Aber nicht nur das „System Mensch“, sondern auch Ökosysteme sind für uns interessant, insbesondere das Ökosystem Alpen, in dem wir uns am Anfang des zweiten Semesters im Rahmen einer Skireise acht Tage aufhalten werden.

Gendoping – geht denn das? Wie erreichen unsere Muskeln die optimalen physiologischen Voraussetzungen für beste Wettkämpfe? Was hat Ökologie mit Sport zu tun? War alles schon immer so, oder hat sich der Mensch zum Bodybilder entwickelt? Evolution und Verhaltensbiologie, Genetik und Ökologie sind Themen des Bereiches Biologie in diesem Profil.

„Sportpraktische Erfahrungen sammeln“ heißt auch sich über einen längeren Zeitraum auf etwas vorzubereiten. Am Ende des zweiten Semesters steht für alle die Teilnahme an einem Kurztriathlon im Stadtpark auf dem Programm (500m Schwimmen, 20km Radfahren, 5km Laufen). Dieses gemeinsame Ziel ist Anlass, sich vorher intensiv mit der Trainingslehre, biologischen Grundlagen sportlicher Leistungen und Bewegungslehre auseinander zu setzen und sich in Schwimmen, Leichtathletik und Radfahren fit zu machen. Im vierten Semester besteht sogar die Möglichkeit, einen Trainerschein C-Lizenz im Bereich Übungsleiter zu erwerben, der dazu berechtigt in allen Sportarten Kinder- und Jugendgruppen zu leiten.

Das Profil richtet sich also an diejenigen, die sich vielseitig körperlich betätigen wollen, bereit sind neue Bewegungen zu lernen und sich zu belasten. Darüber hinaus wird erwartet, dass über die reine Bereitschaft und Freude an der eigenen Bewegung auch ein ausgeprägtes Interesse vorhanden ist, sich mit sporttheoretischen und biologischen Fragestellungen auseinander zu setzen. Eigene Initiative, z.B. bei der Planung und Durchführung von Sportveranstaltungen und/oder Intensivtagen und Unternehmungen des Profilkurses, wird erwartet und ist Voraussetzung für eine erfolgreiche Teilnahme in diesem Profilbereich.

Eine Besonderheit dieses Profils ist die Tatsache, dass du nach dem zweiten Semester entscheidest, ob du im Abitur in Sport oder in Biologie geprüft werden willst.

Das bedeutet, dass du am Anfang zweigleisig fährst und dich dann spezialisierst, je nach deinen Kompetenzen!

Unterrichtsinhalte der Fächer des Profils

1. Semester

Sport: Bewegungsfeld (BF): Leichtathletik (Laufen, Springen, Wurf / Stoß), BF: Gleiten, Fahren u. Rollen (Inline-Skaten / Ice-Skating)
Biologie: Anatomie: Wie ist der menschliche Körper aufgebaut und besonders
an sportliche Leistungsfähigkeit angepasst?
Genetik: Was passiert bei der Vererbung auf molekularer Ebene?
Was versteht man unter Gen-Doping.
Geographie: Geo-Ökologie Gebirge / Alpen
Seminar: Bewegungslehre/Biomechanik, Bewegungsanalyse, Präsentations-
vorbereitung Skireise (Materialkunde, Skigebiet etc.), exem-
plarische Sportmedizinische Untersuchung (Sportinstitut)

2. Semester

Sport: BF: Schwimmen, Tauchen, Retten, BF: Spielen in Mannschaften u. mit Partnern (Volleyball), Radfahren, Laufen
Biologie: Ökologie: Welche Faktoren spielen in einem Ökosystem eine
wesentliche Rolle und wie ist ein Ökosystem aufgebaut?
Geographie: Stadtentwicklung Hamburg, Sportstättenbau, Sportpolitik
Seminar: Trainingslehre: Trainingsplanung für Stadtpark-Triathlon,
Sportevent planen und in S3/4 durchführen (Bundesjugendspiele
5/6, Sportwoche 8, Sponsored Run, o.ä.)
Besonderheit: Teilnahme an einer Skireise im Februar und dem Stadtpark- oder
Vierlanden-Triathlon im Juni

3. Semester

Sport: BF: Spielen in Mannschaften und mit Partnern (z.B. Fußball, Handball, Basketball, Hockey, Badminton)
Biologie: Neurophysiologie: Wie sind Nervenzellen aufgebaut und wie werden
Nervenimpulse weitergeleitet?
Geographie: HDI – Human Developement Index: Arme-Reiche Länder, sauberes
Trinkwasser, Ernährungssituation
Seminar: Erkundung Berufsfelder Sportjournalismus (NDR) o. Fitnesstrainer
(NTSV) o. Sportmedizin (UKE) o. Physiotherapie (Krankenkassen &
Physiotherapie-Praxen);
Sportliches Handeln im gesellschaftlichen Kontext: Olympia, Tour
de France, WM, Doping
Besonderheit: In der Fachtagewoche im Herbst findet ein Block zum Erreichen der
C-Lizenz inkl. Lehrproben statt.

4. Semester

Sport: BF: verschiedene Sportarten kennenlernen / vorstellen; Vorbe-
reitung auf die Sportprüfungen
Biologie: Evolution
Geographie: Globalisierung, Sport + Wirtschaft (Olympia, Tour de France, WM)
Seminar: Gesundheitsförderung – Gesundheit + Krankheit – Süchte

Kooperationspartner

Sportinstitut, Universität Hamburg, NWZ, Hamburger Sportbund

Voraussetzungen

Sportliche Vielseitigkeit und Belastbarkeit, Interesse an sporttheoretischen und
biologischen Fragestellungen, Interesse an der Biologie des Menschen, seiner
genetischen Grundbedingungen, Evolution und Entwicklung des Menschen,
Ökologie des Lebensbereiches des Menschen, Verhaltensbiologie, Nerven-
physiologie und Stoffwechsel, Eigeninitiative.

Übersicht Semesterwochenstunden (SWS)

Profil: Sport, Gesundheit, Fitness

eA: erhöhtes Anforderungsniveau
gA/eA: wahlweise erhöhtes oder grundlegendes Anforderungsniveau

Die restlichen Fächer werden auf grundlegendem Anforderungsniveau angeboten.